Logopädie für Erwachsene

Wann ist eine logopädische Behandlung bei Erwachsenen notwendig?


Logopädische Therapie bei Erwachsenen wird oft nach Schädigungen des Gehirns oder neurologischen Erkrankungen notwendig. Das können zum Beispiel ein Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Tumor oder degenerative Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose sein. Die Folge sind Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen. Aber auch Menschen mit einer hohen stimmlichen Belastung im Alltag, wie Lehrer, Radiosprecher, Verkäufer etc. können von einer Stimmstörung betroffen sein und benötigen dann logopädische Behandlung. Auch Verletzungen nach Operationen z.B. der Schilddrüse, können Stimmstörungen auslösen. Weitere logopädische Indikationen für eine Therapie sind das Stottern und Poltern bei Erwachsenen. Das Stottern kann entweder bereits seit Kindesalter bestehen oder aber neurologisch oder psychogen bedingt sein. Da dieses nicht heilbar ist, ist auch eine logopädische Unterstützung im Erwachsenenalter sinnvoll.

Wie gestaltet sich die logopädische Therapie bei Erwachsenen?


Ebenso vielfältig wie die logopädischen Störungsbilder sind auch die Therapiemöglichkeiten, um die Kommunikationsfähigkeit, das Schluckvermögen und die Stimme wiederherzustellen, zu erhalten und zu verbessern. Dabei erfolgt die Behandlung bei Erwachsenen in Form von Übungen, die auf das jeweilige Störungsbild abgestimmt und an die individuellen sprachlichen Fähigkeiten des Patienten angepasst sind. Zu den logopädischen Aufgaben gehört neben der Therapie, die Diagnostik sowie die Beratung und Aufklärung des Patienten und seinen Angehörigen. Aus einem ausführlichen Anamnesegespräch und anhand der logopädischen Diagnostik werden die jeweiligen Therapieschwerpunkte  und –ziele abgeleitet. Diese werden dann gemeinsam mit dem Patienten besprochen und dabei werden auch seine Wünsche und Vorstellungen zur Therapie berücksichtigt. So kann der Therapeut einen Therapieplan erstellen und geeignete Übungen auswählen.

Wie erhalte ich als Erwachsener eine logopädische Therapie?


Die logopädische Therapie sollte grundsätzliche so schnell wie möglich nach dem auslösenden Ereignis (z.B. Schlaganfall) begonnen werden. Je nach dem, um welches Störungsbild bzw. Stadium der Erkrankung es sich handelt, kann die logopädische Behandlung stationär in Akut- und Rehakliniken oder ambulant in einer logopädischen Praxis, Tagesklinik oder einem therapeutischen Zentrum, ggf. auch als Hausbesuch erfolgen. Benötigt wird eine logopädische Verordnung, die bei Bedarf der Hausarzt, HNO-Arzt, Phoniater oder Neurologe ausstellt. Die Therapie kann ein- bis dreimal pro Woche erfolgen und dauert 30, 45 oder 60 Minuten. Die Frequenz und Dauer sind dabei abhängig vom Störungsbild und der jeweiligen Konstitution des Patienten.

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Logopädie für Erwachsene


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Welche logopädischen Störungsbilder bei Erwachsenen werden behandelt?


Die logopädischen Störungsbilder, die bei Erwachsen auftreten können, sind vielfältig. Hier finden Sie eine Übersicht:

  • Sprachstörungen: Aphasie
  • Sprechstörungen: Dysarthrie, Sprechapraxie
  • Stottern/ Poltern bei Erwachsenen
  • Stimmstörungen (Dysphonie)
  • Schluckstörungen (Dysphagie)